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Krawatte & Fliege: noch zeitgerecht? Über Holzfliegen & Co.

Oktober 6, 2017

Bis vor nicht allzu langer Zeit zählten Krawatten und Fliegen noch zum guten Ton: Wer etwas auf sich hielt, trug bei besonderen Anlässen und im Büro eine sorgfältig gebundene Krawatte oder einen stilvollen Querbinder. Doch diese seit hunderten von Jahren vor allem (aber nicht ausschließlich) in den oberen sozialen Schichten beliebten Kleidungsstücke – vor allem die Krawatte – scheinen in den letzten Jahren enorm an Popularität verloren zu haben. Eine Trendwende kündigt sich an und es drängt sich die Frage auf: Sind Krawatte & Co. überhaupt noch zeitgemäß?

Accessoires mit Geschichte

Die Bezeichnung Krawatte leitet sich aus dem französischen „à la cravate“ – nach kroatischer Art – ab. Einer Legende zufolge wurde die Krawatte populär, als ein kroatisches Reiterregiment bei einer Gruppenparade im Jahr 1663 vor dem Schloss Versailles, das sich zu dem Zeitpunkt noch im Bau befand, aufmarschierte. Man erzählt sich, dass die kroatischen Reiter ein Stück Stoff trugen, das am Kragen in Schleifenform befestigt wurde, und dessen Enden über die Brust hingen. Angeblich gefiel dieses Kleidungsstück dem Sonnenkönig Ludwig XIV so gut, dass er es schlichtweg übernahm und für dessen Verbreitung im französischen Adel sorgte.

Über die Fliege, auch Querbinder oder Schleife genannt, erzählt man sich eine ganz ähnliche Geschichte: Die Geliebte des Sonnenkönigs war demnach ebenfalls so sehr von den Halsbändern der kroatischen Reiter (und von den Kroaten selbst) angetan, dass sie angeblich kurzerhand nach deren Vorbild eine Vorstufe der heute verbreiteten Fliege erfand.

So schön diese Geschichten auch sein mögen, und so wahrscheinlich es in Hinblick auf den Einfluss des Sonnenkönigs auf sein Gefolge auch scheint: Der halstuchartige Krawatten- und Fliegenvorgänger war erwiesenermaßen nicht nur bei kroatischen Söldnern üblich. Seine Geschichte geht tatsächlich bis in die Zeit der Römer zurück. Damals trugen Krieger und Redner häufig ein geknotetes Tuch um den Hals – das sogenannte Focale, welches getragen wurde, um dem Hals Schutz zu bieten. Auch bei den Offizieren und Generälen des Dreißigjährigen Krieges und in anderen soldatischen Zusammenhängen waren Halstücher dieser Art verbreitet.

Und was bringt die Zukunft?

Es scheint als befänden wir uns derzeit mitten in einer Trendwende, was das Tragen von Krawatten und Fliegen betrifft. Während Fliegen in den letzten Jahren in der Modewelt immer beliebter wurden und von klassischen Frack- und Smoking-Fliegen bis hin zu ausgefallenen Holzfliegen alles möglich zu sein scheint, verliert die Krawatte nach und nach an Bedeutung. Vor allem seit der Jahrtausendwende und insbesondere nach der Finanzkrise im Jahr 2008 wird im Berufsleben immer häufiger auf dieses als Statussymbol von Bankern und Politikern geltende Accessoire verzichtet. Auch die noch vor wenigen Jahren in großen Unternehmen geltende Krawattenpflicht wird zunehmend abgeschafft.

Ein anderes Thema sind jedoch Krawatten bei Frauen – diese galten seit Beginn der Frauenrechtsbewegung als Symbol für Emanzipation und Gleichberechtigung und werden auch heute von Stilikonen gezielt als auffällige Accessoires eingesetzt, genauso wie schicke Fliegen.

Man kann also gespannt sein darauf, wie sich der Trend um diese geschichtsträchtigen Accessoires weiter entwickelt. Eines ist klar: Die Vorreiter der Modewelt werden nicht damit aufhören, vorherrschende Kleidungsnormen zu durchbrechen und immer wieder mit neuen Kreationen zu überraschen und zu begeistern. Und vielleicht sehen wir ja in Zukunft sogar den ein oder anderen Politiker oder Banker mit modischer Holzfliege?

So schön diese Geschichten auch sein mögen, und so wahrscheinlich es in Hinblick auf den Einfluss des Sonnenkönigs auf sein Gefolge auch scheint: Der halstuchartige Krawatten- und Fliegenvorgänger war erwiesenermaßen nicht nur bei kroatischen Söldnern üblich. Seine Geschichte geht tatsächlich bis in die Zeit der Römer zurück. Damals trugen Krieger und Redner häufig ein geknotetes Tuch um den Hals – das sogenannte Focale, welches getragen wurde, um dem Hals Schutz zu bieten. Auch bei den Offizieren und Generälen des Dreißigjährigen Krieges und in anderen soldatischen Zusammenhängen waren Halstücher dieser Art verbreitet.

Die richtige Pflege für Ihre Haarschneideschere

Juni 8, 2017

Ohne hochwertige Haarschneideschere, die noch dazu in einem einwandfreien Zustand ist, ist professionelles Arbeiten nicht möglich.

Dennoch lassen einige Frisöre die wichtigsten Grundregeln für die Pflege Ihrer Ausrüstung außer Acht. Das traurige Ergebnis: Ihre Scheren werden schnell rostig, leiden unter der Einwirkung von Chemikalien und verlieren ihre ursprüngliche Schärfe.

Das ist wirklich schade, denn eigentlich wären nur drei einfache Schritte nötig, damit Ihre Haarschneidescheren lange so gut funktionieren, wie am ersten Tag: Reinigen, Schmieren und Schleifen.

Die perfekte Reinigung

Die Haarschneidescheren müssen nach jedem Haarschnitt sorgfältig gereinigt werden.

Dafür ist kein spezielles Reinigungsmittel erforderlich: Heißes Seifenwasser genügt vollkommen.

Es darf kein einziges Haar zurückbleiben. Vor allem dort, wo sich die Klingen überschneiden, können schnell unbemerkt Haare hängenbleiben – denken Sie bei der Reinigung daran.

Vergewissern Sie sich vor dem Wegräumen Ihrer Schere, dass diese auch richtig trocken ist, vor allem zwischen den Klingen.

Bewahren Sie Ihre Haarschneideschere immer in dem dazugehörigen Etui auf. Werfen Sie sie auf keinen Fall einfach in irgendeine Schublade.

Schmieren Sie Ihre Haarschneidescheren

Ihre Scheren müssen regelmäßig geschmiert werden – idealerweise täglich.

Machen Sie das Schmieren Ihrer Schere zu einer Routine vor dem wöchentlichen Ruhetag Ihres Salons. Auf diese Weise kann Ihre Schere das Schmiermittel so richtig gut aufnehmen.

Tragen Sie dafür mehrere Tropfen eines hochwertigen Schmiermittels um die Schraube herum auf und verteilen Sie dieses anschließend gut, indem Sie die Schere wiederholt öffnen und schließen.

Scheren richtig schleifen

Wenn Sie Ihre Haarschneideschere richtig pflegen, dann ist es viel seltener nötig, diese zu schleifen – nach 700 Haarschnitten oder mehr ist vollkommen ausreichend.

Das Wichtigste hierbei ist, dass Sie niemals versuchen, Ihre Scheren selbst zu schleifen. Dies muss durch einen professionellen Schärfer geschehen, wobei es durchaus einen Unterschied macht, welchem Schärfer Sie Ihre Schere anvertrauen.

Bringen Sie bereits im Vorhinein in Erfahrung, ob der von Ihnen in Betracht gezogene Schleifer auch auf Ihr Scherenmodell spezialisiert ist. Wenn Sie beispielsweise eine Haarschneideschere der Marke Kamisori verwenden, dann sollten Sie sich an einen Fachmann wenden, der mit dem Schleifen japanischer Klingen vertraut ist. Falsches Schleifen kann Ihrem Gerät ernsthaften Schaden zufügen.

Bestimmte Scherenmarken bieten ihren eigenen Schleifservice oder können Ihnen Experten in Ihrer Nähe empfehlen. Informationen dazu finden Sie meist auf der beiliegenden Bedienungsanleitung oder auf der Website des Scherenherstellers.

Bedenken Sie, dass Sie Ihre Lieblingsschere nicht zur Verfügung haben, solange sich diese beim Schleifservice befindet. Aus diese Grund sollten Sie unbedingt eine zweite Schere als Ersatz bereit haben.

Wenn Sie diese einfachen Schritte befolgen, dann schaffen Sie die Grundlage für eine bessere Performance und eine längere Lebensdauer Ihrer Haarschneideschere.

Die Schere ist mit Abstand das wichtigste Werkzeug eines Frisörs (und nicht gerade günstig!): Die Vernachlässigung ihrer Pflege kann ganz schön teuer werden.

Um eine optimale Pflege Ihres wertvollen Arbeitsgerätes zu garantieren, beachten Sie unbedingt die Empfehlungen des Herstellers.

Lederhandschuhe – elegante Accessoires mit langer Geschichte

Februar 27, 2016

Die Geschichte des Leders ist beinahe so alt wie die Geschichte des modernen Menschen. Wann genau mit der Verarbeitung von Tierhäuten zu Leder begonnen wurde, ist nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass bereits Jäger und Sammler Tierhäute zu ersten Ledern verarbeiteten, um jedes einzelne Teil des erlegten Tieres zu nutzen. Bis zur Entwicklung von gegerbtem, haltbaren Leder war es ein langer Weg, wobei viele Erkenntnisse erst durch Ausprobieren gewonnen wurden. Die Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie z.B.: des richtigen Feuchtigkeitsgrads der Tierhaut sind schließlich entscheidend für eine erfolgreiche Herstellung von Leder.

Durch Experimente und Zufall zu hochwertigem Leder


Die ältesten Leder wurden auf einfachste Art und Weise hergestellt, zum Beispiel mit Hilfe von Baumrinden oder Steinen, oder durch Weichkauen und anschließendes Haltbarmachen mit Ölen und Fetten. Auch wurden Tierhäute über die Eingänge von Höhlen gespannt und durch den Rauch von Lagerfeuern weich und haltbar gemacht. Die Lederherstellung wurde über Generationen und durch zahlreiche Experimente und zufällige Entdeckungen perfektioniert und somit der Grundstein für die Herstellung edler Spitzenleder für Peccary-Handschuhe, hochwertige Portemonnaies aus Leder etc. gelegt. Doch bis hin zu edlen Lederhandschuhen, wie wir sie heute kennen, sollte es noch ein langer Weg sein.

Vom primitiven Lederschuh zum modernen Touchscreen Handschuh

Das älteste heute bekannte Kleidungsstück aus Leder stammt aus der Zeit zwischen 3630 und 3380 vor Christus. Es handelt sich dabei um einen ledernen Schuh, der im Jahr 2008 in Armenien entdeckt wurde. Einen außergewöhnlichen Einblick in die verschiedenen Herstellungsarten und Verwendungsbereichen von Lederbekleidung gewährte die 1991 in den Ötztaler Alpen in Südtirol entdeckte Gletschermumie „Ötzi“ aus der Jungsteinzeit bzw. Kupfersteinzeit. Das Alter der Gletschermumie, und somit auch der von ihr getragenen ledernen Schuhe, Oberbekleidung und Mütze wurde mittels Radiokohlenstoffdatierung auf ca. 5250 Jahre bestimmt. Die Lederbekleidung Ötzis wurde aus verschiedenen Ledern angefertigt, bei deren Gerbung Fett und Rauch eingesetzt wurden.

Auch in Ägypten, Mesopotamien und bei den Israeliten wurden lederne Gegenstände verwendet. So belegen beispielsweise Verzierungen auf einem ägyptischen Sarkophag, dass bereits im 4. Jahrtausend vor Christus pflanzliche Gerbung durchgeführt wurde.

Zur Zeit des römischen Imperiums wurde Leder vor allem für die Ausrüstung der Legionäre verwendet. Ab dem 3. Jahrhundert fand der Lederhandel unter römischer Aufsicht statt, wobei sich die Hauptproduktionsstätten vermutlich in Südfrankreich und Spanien befanden.

Im Mittelalter war die Lederproduktion in Europa im Vergleich zu der in Vorderasien und Nordafrika nicht sehr weit fortgeschritten. Erst ab den 1750er Jahren wurde damit begonnen, die Herstellung von Leder auch wissenschaftlich zu untersuchen, wodurch große Fortschritte in Bezug auf sowohl Qualität als auch Quantität erzielt wurden. Es entstanden erste handwerkliche Großbetriebe und Manufakturen, die sich einzig und allein der Herstellung und Verarbeitung von Leder widmeten. Das englische Unternehmen Dents etwa wurde im Jahr 1777 gegründet und fertigt bis heute feine Lederprodukte, wie Lederhandschuhe, lederne Portemonnaies, Autohandschuhe und sogar moderne Touchscreen Handschuhe aus Leder, an.

Der Siegeszug des Leders geht weiter

Auch heute wird Leder, dieses uralte Material, dessen Entwicklung und Perfektionierung mit der Entwicklung und dem Fortschritt des Menschen einher ging, in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. So wird es beispielsweise als Bezug für Möbel und für die Innenausstattung von Autos verwendet. Vor allem in der Mode ist Leder nicht wegzudenken: edle Peccary-Handschuhe, lederne Autofahrer-Handschuhe, Gürtel, Schuhe, … Das zeitlose Material mit all seinen Vorzügen wird die Menschheit wohl auch noch in den nächsten Jahrhunderten begleiten.

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