
Der Nagel wächst kontinuierlich während des ganzen Lebens, sofern nicht krankhafte Einwirkungen dieses verhindern. Das durchschnittliche Wachstum eines Nagels liegt bei knapp 3 mm im Monat oder 2,5 cm im Jahr. Neben Durchblutung, Ernährung und Belastung hat auch die Jahreszeit einen Einfluss auf das Wachstum. So wächst der Nagel im Sommer fast 20% schneller. Mit zunehmendem Alter nimmt das Wachstum ab. Der Wachstumsgipfel liegt im Alter zwischen 10 und 14 Jahren und sinkt langsam ab dem 20. Lebensjahr. Nägelkauen, versehentlicher Schaden oder Verlust bewirken, dass die Nagelplatte schneller wächst. Die Hände sind die individuelle Visitenkarte jedes Menschen und neben
dem Gesicht am häufigsten den Blicken anderer ausgesetzt.
Hier die besten Tipps für schöne Nägel:
Brüchige Nägel feilen: Bei brüchigen, splitternden Nägeln eine Sandblattfeile verwenden, da diese ein schonenderes Feilen ermöglicht. Achtung: hält nur für ca. 2 Maniküren.
Geeignete Feilen: Feilen mit geriffelter Metallfläche möglichst nicht verwenden, da sie nicht abrasiv genug sind und der Nagel deshalb zu energisch bearbeitet wird und splittern kann.
Nagelbett pflegen: Regelmäßig Nagelöl/Nagelcreme mit kreisenden Bewegungen rings um das Nagelbett einmassieren. Das macht die Haut weicher und elastischer.
Nagelhaut behandeln: Nagelhaut nur vorsichtig mit einem watteumwickelten Holzstäbchen o.ä. nach hinten schieben. Nagelhaut sollte nicht geschnitten werden, da es bei unsachgemäßer Behandlung zu Verletzungen und Entzündungen kommen kann; außerdem schützt die Nagelhaut den Nagel und das Nagelbett vor Schmutz und Bakterien.
Optimal lackieren: Vor dem Lackieren der Nägel kein ausgedehntes Bad nehmen, da die Nägel durch Wasser aufquellen und sich beim Trocknen wieder zusammenziehen; der Lack blättert ab.
Schadet Nagellack? Nagellack schützt den Nagel vor Austrocknung und Reinigungsmitteln. Er schadet auf keinen Fall. Die Behauptung, Nägel könnten unter der Lackschicht nicht atmen, ist falsch. Sie bestehen aus leblosem Horn und atmen sowieso nicht. Lediglich am hinteren Nagelrand sollte ein kleiner Abstand zwischen Nagel und Nagelhäutchen gelassen werden, weil an dieser Stelle der Verhornungsprozess
noch nicht abgeschlossen ist.
Nagellack entfernen: Den Nagellack immer vom Nagelbett zur Nagelspitze entfernen, niemals umgekehrt, weil sonst Lackreste unter die Nagelhaut kommen.
Nägel mit Rillen: Bei Längs- oder Querrillen im Nagel und speziell für Fußnägel, hat sich ein so genannter Ridge-Filler oder Rillenfüller bewährt. Er ist in der Konsistenz zäher und lässt sich damit dicker auftragen. Dadurch gleicht er die Unebenheiten besser aus.
Der Daumen zuerst: Beim Auftragen des Farblacks immer mit dem Daumen beginnen, da er durch die große Fläche die längste Trockenzeit hat.
Aufbewahrung des Nagellacks: Nach jedem Gebrauch das Gewinde der Nagellackflasche säubern und Verschluss gut festdrehen. So können die flüchtigen Bestandteile nicht entweichen. Der Rat, Nagellack im Kühlschrank aufzubewahren ist weder praxisnah noch notwendig. Im
Gegenteil, zu kalter Lack ist beim Auftragen zu dickflüssig, trocknet schlecht und blättert schneller ab.
Zähflüssiger Nagellack: Zähflüssig gewordener Lack lässt sich mit Lackverdünner wieder flüssig machen. Keinen Nagellackentferner (Aceton) verwenden, da dies die Struktur des Lackes zerstört. Das Beimischen von dünnflüssigem Klarlack kann die Konsistenz wieder optimieren.
Schnelltrocknung: Lackierte Nägel nicht anhauchen zum schnellen Trocknen. Die aufgehauchte Feuchtigkeit hält den Lack nur weich. Zum schnellen Trocknen spezielle Trockensprays verwenden. Sie trocknen allerdings jeweils nur die oberste Schicht. Eilige sollten das Spray nach jeder Schicht auftragen. Außerdem enthält es Silikone, die den Glanz intensivieren.
Bloß nicht mit der Schere! Nägel nicht mit einer Schere schneiden, da sie dann leicht splittern und abbrechen können, allenfalls mit einem Nagelzwicker oder einer speziellen Nagelzange schneiden.
Schlanke Nägel: Beim Lackieren wirken breite Nägel schmaler, wenn ein Streifen an den Seiten nicht mitlackiert wird.
Nägel kleiner wirken lassen: Große, breite Nägel wirken kleiner, wenn der Lack nicht zu hell ist.
Nägel größer wirken lassen: Kleine, schmale Nägel voll auslackieren und dunklen Lack meiden, so wirken sie größer.
Nagelform: Bei kürzeren Nägeln eignen sich besser dunkle Töne, die jedoch die Hände optisch verkleinern. Helle Töne eignen sich daher bei kleineren Händen oder kurzen Fingern. Halbmondförmig gefeilte Nägel, die ca. zwei Millimeter über die Fingerkuppe reichen sind ideal, da zu ihnen fast alle Farben passen. Zu eckig gefeilten Nägeln passt am besten French Manicure.
Welcher Nagellack passt zu welchem Hautton: Zu sonnengebräunter Haut passen nahezu alle Farben, selbst knallige Farben oder Glitterlack. Kalte Farben sollten bei hellen Hauttönen vermieden werden. Hier passen warme Töne oder French-Manicure. Bei rötlichen Hauttönen auf keinen Fall Goldtöne verwenden.
Wie hält Nagellack möglichst lange? Die Nägel sollten trocken und fettfrei sein. Unebenheiten können mit Rillenfüller ausgeglichen werden, so dass die Nägel eine einheitliche glatte Ebene bilden. Der Rillenfüller dient ebenso als Unterlack, wodurch ein Verfärben der Nägel
verhindert wird. Abschließend Überlack verwenden, der die Farbe versiegelt und für Glanz sorgt.
Wie wird Lack am besten aufgetragen? In drei Pinselstrichen von der Mitte aus zu den Seiten. Circa zwei Minuten trocken lassen, dann die zweite Schicht auftragen. Bei breiten Nägeln sollte man rechts und links einen freien Rand lassen, also nicht ganz ausmalen. Dadurch wird der
Nagel optisch verlängert. Niemals nach dem Baden lackieren, da die Nägel aufgequollen sind und der Lack schnell absplittert.
Wellnessbad für schöne Nägel: Ein Jojobaöl- oder Olivenölbad pflegt und schützt die Hände und macht sie zart und geschmeidig. Das Öl kann im Wasserbad erwärmt werden, die Nägel anschließend 3 bis 5 Minuten darin baden. Bei brüchigen Nägeln als Badezusatz Zitronenschalenöl verwenden, bei starker Hornhaut Orangenschalenöl.
Quelle (Text): beautypress.de / Quelle (Foto): © iStockphoto/Bibica
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